Pastorin Kirsten Kuhlgatz und Diakonin Tanja Giesecke verlassen Bordenhagen

Nachricht Bordenau, 12. Juli 2020

Pastorin Kirsten Kuhlgatz und Diakonin Tanja Giesecke wurden am 12. Juli um 18 Uhr in einem Open-Air-Gottesdienst im Gemeindegarten Bordenau durch Superintendent Michael Hagen verabschiedet. Anschließend hatten die Gemeindemitglieder Gelegenheit, sich persönlich von beiden zu verabschieden.

Hier die Abschiedsworte, die im aktuellen Gemeindebrief abgedruckt sind.

Was ich noch zu sagen hätte …

„…, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Steh’n … “ *

Die Zigarette lasse ich weg – die hat noch nie zu mir gepasst. Das letzte Glas im Steh‘n ist okay; eigentlich hätte ich gern noch mal mit vielen aus Bordenau und Poggenhagen angestoßen, bevor ich meinen Lebensmittelpunkt woanders haben werde – aber daraus wird in diesen Zeiten wohl leider nichts.

Nach 139 Monaten in Bordenau und 131 in Poggenhagen, 12 mal Weihnachten, Ostern und Pfingsten, 11 Konfirmandenferienseminaren in Wagrain mit Teamern, Konfis und anderen Hauptamtlichen, vielen festlichen Konfirmationsgottesdiensten, Hochzeiten und Jubiläen, unzähligen Gottesdiensten und Andachten in der Kirche, der Friedhofskapelle, auf dem Zelt oder im Garten, wunderbaren Konzerten, Einschulungs- und Literaturgottesdiensten, Adventskalendertürchenöffnungen, geteilten Martinshörnchen, Gemeindefesten, Abenden der Genüsse, Spaghettiessen und Johannisfeuerfeiern, Kinderbibelwochen mit Thommy und Bonny, dem Gewinn der EKD-Konfifußballmeisterschaft in Köln und vielen Begegnungen mit Jung und Alt ist es Zeit, etwas Neues zu beginnen.

Was mir bleibt, sind viele Erinnerungen - im Kopf und im Herzen, auf Bildern und in Texten. Die nehme ich gern mit. Vieles hat sich in mir festgesetzt – besonders die intensiven Begegnungen an den herausragenden Stationen des Lebens vieler Gemeindeglieder. Für euch und Sie, bei denen das der Fall ist, habe ich untenstehende Worte geschrieben. Fühlen Sie sich / fühl du dich bitte angesprochen in dem zusammenfassenden ihr und euch.

Manches hat sich in all den Jahren verändert und wird sich weiter verändern (müssen); das hat einerseits ja mit den handelnden Personen und ihren Stärken und Schwächen, aber natürlich auch mit anderen Gegebenheiten zu tun. Verändern tun sich äußere Umstände und so mancher Stil.

Was trotz aller Veränderungen bleibt, ist die Zusage Gottes, bei seiner Kirche zu sein – mit seiner Kraft und seinem Segen. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass Christinnen und Christen dazu aufgerufen sind, selbst ein Segen zu sein; auch, wenn das manchmal unbequem und mühsam ist.

Ich wünsche der Gesamtkirchengemeinde Bordenhagen, dass sich viele Menschen weiterhin mit ihr verbunden fühlen, sich an den verschiedensten Stellen mit ihrer Kraft und ihren Begabungen einsetzen und mit konstruktiver Kritik und Kreativität etwas von Gottes Liebe zu allen Menschen spürbar werden lassen.

In diesem Sinne: Gottes Segen und alles Gute. Ihre und eure Kirsten Kuhlgatz

(P.S.: Herzliche Einladung zu Tanja Gieseckes und meinem Abschiedsgottesdienst im Garten des Bordenauer Gemeindehauses am 12. Juli ab 18.00 Uhr. Möge die Sonne scheinen und der Regen erst in der Nacht wiederkommen.)

* Gute Nacht, Freunde (Reinhard Mey)

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An einem entscheidenden Punkt eures Lebens hatte ich mit euch zu tun. Vielleicht an einem strahlenden und fröhlichen Tag, vielleicht aber auch an einem der traurigeren in eurem Leben. Möglicherweise waren es sogar mehrere Momente und einschneidende Tage, an denen ich euch begleiten konnte.

Bei der Freude über einen neuen Erdenbürger und der Taufe im Gottesdienst, bei eurer Konfirmation – dem Übergang zum Erwachsensein und dem Bekenntnis eures Glaubens.

Bei einem Abschied für immer oder bei einem Gespräch über die Abgründe des Lebens. Vielleicht haben wir zusammen eine Jubiläumshochzeit oder -konfirmation gefeiert, oder noch etwas ganz anderes gemeinsam erlebt.

Es waren berührende Einblicke, die mir gewährt wurden - ich bedanke mich ganz herzlich für das in mich gesetzte Vertrauen, sensibel mit diesen Einblicken umzugehen, und bitte um Verzeihung dafür, wenn etwas nicht so gewesen ist, wie es hätte sein sollen.

Herzlichst, Kirsten Kuhlgatz

Auf Wiedersehen

Jetzt ist es tatsächlich schon so weit. Ich muss mich von der Gesamtkirchengemeinde Bordenau-Poggenhagen verabschieden. Das fällt mir nicht leicht, fange ich doch gerade an, die ersten Früchte zu ernten, die ich gesät habe.

Dass dieser Tag kommen wird, wusste ich, zumal meine Stelle als Diakonin hier in der Region Mitte auf drei Jahre befristet war. Durch Stellenkürzungen war eine Verlängerung nicht möglich.

Für mich hat sich aber eine Möglichkeit ergeben, weiter im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf zu arbeiten. So werde ich Anfang August in die Stiftskirchengemeinde nach Wunstorf wechseln.

Ich denke sehr gerne an die letzten 2,5 Jahre in Bordenau und Poggenhagen zurück. An viele wunderbare Begegnungen mit den Konfis und Teamern im Konfirmandenunterricht, den Kindern im Kindergottesdienst und bei der Begleitung der Krippenspiele, einmal in Bordenau und einmal in Poggenhagen. Ich nehme auch einen reichen Erfahrungsschatz von den beiden Konfirmandenferienseminaren mit, die ich begleiten durfte. Und auch die Familiengottesdienste mit Bonny und Thommy haben mir viel Spaß gemacht.

Danke, dass Ihr und Sie mich so herzlich aufgenommen habt/haben!

Ich freue mich, wenn ich einige von Euch und Ihnen bei den verschiedensten Veranstaltungen im Kirchenkreis wiedertreffen werde!

Herzliche Grüße! Eure und Ihre

Tanja Giesecke