Psalmworte

Psalm 10

Steh nicht ferne
und verbirg dich nicht zur Zeit der Not.

Wenn die Traurigkeit und die Angst mich überfallen,
beschleicht mich das Gefühl, du könntest mich vergessen,
könntest dich abwenden
und nicht mehr sehen, wie es mir geht.

Steh auf, lass dich sehen!
Lass mich spüren, dass du da bist.
Erhebe deine Hand, Gott!
Nimm mich an der Hand und lass mich Halt finden.

Du siehst mich doch,
du schaust doch das Elend und den Jammer
und kennst es – hast es selbst ertragen.
Es steht in deinen Händen.

Dir vertraue ich mich an,
mein Klagen, meine Traurigkeit, meine Angst,
du hilfst den Verlassenen.

Du hörst unsere Klage, Gott,
du machst das Herz gewiss,
dein Ohr hört mein Rufen:
Erbarme dich meiner!

Amen

(nach einer Übertragung von Klaus Bastian)